– vom ärmlichen Bergbauerndorf zu internationalen Urlaubsdestination

Das Leben der Glemmtaler war über Jahrhunderte hinweg von bitterlicher Armut, anhaltendem Hunger und rauen Bedingungen begleitet. Die karge Region rund um Saalbach Hinterglemm machte die Arbeit in der Landwirtschaft mühsam und lies den Menschen nur das Allernötigste zum Überleben. Trotz der schwierigen Bedingungen blieben die Saalbach Hinterglemmer aber auch vor schrecklichen Naturkatastrophen und hohen Abgaben nicht verschont. Einzig und allein der nicht zerstörbare Optimismus der Einwohner ist es zu verdanken, dass das Glemmtal auf so eine erfolgreiche Geschichte zurück blicken darf.

Diesem Pioniergeist ist es wohl auch zu verdanken, dass trotz der schwierigen Zeiten Platz war für etwas ganz neues. Und so spielte es sich ab…

(1222 – erste urkundlich erwähnte Besiedlung)

1898 wollte der ehemalige Saalbacher Josef Wallner mit seiner Familie zurück in seine Heimat, konnte aber aufgrund der vielen Kinder nicht aufgenommen werden. Zurück lies er ein unbekanntes Sportgerät – den „Sky“. Ein Glücksfall, dass dieser in die Hände von Lehrer Peter Höll fiel – schließlich kannte er das Buch „Auf Schneeschuhen durch Grönland“ und er erkannte sofort das Potential für das ärmliche Seitental.

1901 kam Lehrer Ludwig Ramsauer ins Tal und teilte die Begeisterung für die neuartige Sportart. Seine Schwester Klara war wohl die erste Skiläuferin im Glemmtal.

1903 kamen drei Skifahrer von Kitzbühel über den Spielberg nach Saalbach Hinterglemm und waren sofort begeistert. Sie betrieben kräftig Werbung für das von Skiläufern noch unentdeckte Glemmtal.

1904 nächtigten die ersten Wintersportgäste beim Gasthaus Neuhaus. Aufgrund der herrschenden Armut der Bevölkerung wurde ein Antrag zur Aufnahme von Werbung sowie dem Ausbau der Fremdenverkehr – Infrastruktur von der Gemeinde abgelehnt.

1907, mit der Versetzung von Lehrer Hermann Hueter nach Saalbach Hinterglemm (und Ramsauer nach Bramberg), gelang es diesem gemeinsam mit Lehrer Höll den Einheimischen den „Sky“ näher zu bringen und überredete einige Hausbesitzer, ein Kammerl für Gäste einzurichten.

In den folgenden Jahren gewann das Skifahren, speziell bei den Kindern, immer mehr an Beliebtheit. 1913 fand der erste Schülerwettlauf statt. Außerdem wird das Skifahren Teil des Turnunterrichtes.

1914 wird Lehrer Ramsauer wieder nach Saalbach zurück geschickt – gemeinsam mit Hueter wird der „Wintersportverein Saalbach“ gegründet.

Während dem zweiten Weltkrieg wurde aufgrund der herrschenden Not ein totales Aufenthaltsverbot für Fremde während den Sommermonaten beschlossen.

Wie es nach dem Krieg weiterging, lesen Sie im Teil 2 – nächste Woche. Wir hoffen, dass wir Ihr Interesse geweckt haben und Sie gemeinsam mit uns in die Geschichte unserer Heimat eintauchen!

(c) Gemeinde Saalbach Hinterglemm