– wie es nach dem Krieg weiterging

Wir schreiben das Jahr 1920. Im Glemmtal herrscht Elend und Not – nichtsdestotrotz gründen Oberlehrer Hueter und Oberförster Fritz Hochleitner erneut den WSV. 1921 wird das Aufenthaltsverbot für Fremde aufgehoben, ein großer Erfolg des Vereins.

Hermann Hueter verfasst erste Werbeschreiben, Empfänger sind ihm bekannte Personen, Schulen und Ämter. Die Gemeindevertreter müssen nach und nach für die Initiativen gewonnen werden – die nicht enden wollenden Ausgaben lassen für den Aufbau des Fremdenverkehrs kein Geld über.

1924 liegt eine generelle Aufbruchsstimmung in der Luft.  Bauern und Hausbesitzer richten Zimmer für Gäste ein, in der Gesellschaft wird die Bedeutung des Fremdenverkehrs immer größer. Die Gemeinde tritt dem Landesverband für den Fremdenverkehr bei – ausschlaggebend dafür dürfte unter anderem das Argument gewesen sein, dass der WSV in Eigeninitiative bereits 1 Million Kronen für Werbezwecke ausgegeben hat.

1924/25 wurden dann bereits 800 Gästeübernachtungen gezählt, es mussten dringend neue Gästequartiere geschaffen werden. Es wurden Massenlager einfachster Art eingerichtet, außerdem wurden in Saalbach einzelne Häuser mit WC und Badewannen ausgestattet. Aufgrund des vermehrten Wasserverbrauches wurde die Wassergenossenschaft Saalbach gegründet.

1927 gab der WSV 10.000 Stück Prospekte heraus. Außerdem wurde der Bahnhof Maishofen in Bahnhof Maishofen – Saalbach umbenannt – wichtige Schritte in die richtige Richtung!

1929 – WSV und Gemeinde arbeiten immer enger zusammen – wird der Postautoverkehr zwischen Zell am See und Saalbach eröffnet. Familie Berger eröffnet das erste moderne, mit Zentralheizung ausgestattete, Sporthotel Penhab. Ein großes Ereignis!

1930-1932 wird in Hinterglemm eine Fernsprechleitung gebaut, eine öffentliche Sprechstelle gibt es beim Auwirt. Im Winter steigen die Übernachtungen auf 30.000, im Sommer auf 3.000. Die Straße nach Hinterglemm ist aufgrund des schlechten Zustandes immer noch nicht für den KFZ Verkehr freigegeben, nichtsdestotrotz entsteht das Gasthaus „Frohe Heimat“.

1933 erfasst die Weltwirtschaftskrise auch Saalbach Hinterglemm, Gäste aus Deutschland bleiben aus. Trotz schwierigsten Verhältnissen richten sich immer mehr Menschen auf den Fremdenverkehr ein. 1937 wird endlich erreicht, dass die Straße nach Hinterglemm für den KFZ-Verkehr freigegeben wird.

1945 gründen einige risikofreudige Männer die „Schiliftgesellschaft Saalbach“ und beginnen mit dem Bau des ersten Lifts. Der erste Schlepplift und der erste Sessellift werden errichtet.

1946 wir der WSV erneut gegründet, gemeinsam mit Oskar Külken wird der erste „Schiführer“ herausgebracht.

1948 kommt es dann zur Trennung der Aufgabenbereiche Fremdenverkehr und Sport im Rahmen des WSV. Den Bereich Werbung übernimmt der WSV, die Leistungen rund um den Schisport übernimmt der „Ski und Sportclub“.

Nach und nach entstehen immer mehr Lifte und die Infrastruktur wird ausgebaut. Die Menschen sind gastfreundlich und authentisch – Eigenschaften, die die Saalbach Hinterglemmer bis heute auszeichnen.

Mittlerweile hat sich das Tal im Winter wie im Sommer als internationales Urlaubsziel etabliert. Modernste Liftanlagen, Hotels und Unterkünfte in allen Kategorien und die wunderbaren Pinzgauer Grasberge lockten im vergangenen Jahr wieder Menschen aus der ganzen Welt nach Saalbach Hinterglemm. Wir blicken auf Übernachtungszahlen von über 1,5 Millionen – Dimensionen, die sich vor wenigen Jahrzehnten noch niemand vorstellen konnte.

Die Leidenschaft für die Berge und das Skifahren, der Pioniergeist einzelner und der ungebrochene Optimismus der Bevölkerung haben es geschafft, Saalbach Hinterglemm zu dem zu machen, was es ist –

Ein wunderschönes Fleckchen Erde, welches gerne von vielen Menschen besucht wird – und eine herrliche Heimat für die Einwohner.

 

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