Die wunderbare Bergluft einatmen, die Aussicht genießen und die Natur spüren. Mehr als die Hälfte aller Wanderer und Wanderinnen wandern, um vor allem ihre Gesundheit zu stärken. Ist Wandern, vor allem bei uns in den Alpen, die Wunderwaffe in Sachen Gesundheitsprävention?

Gehen ist die natürlichste Form der Bewegung. Inzwischen gibt es zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen und Studien zum Thema „Effektivität des Gehens“. Ausdauerndes Gehen wirkt sich nämlich positiv auf den Fettstoffwechsel und das Immunsystem aus. Werden dabei noch Höhenmeter zurückgelegt, profitiert auch der Kreislauf davon.

Anders wie bei harten Leistungstraining, welches oft durch Überforderung und Verletzungen begleitet wird, hilft Wandern nahezu nebenwirkungsfrei das Herz, den Stoffwechsel, den Kreislauf und die Atmung auf Vordermann zu bringen.

Dabei sollte man aber auf eine gewisse Regelmäßigkeit achten. Wer kontinuierlich jede Woche für das Wandern Zeit findet, ist deutlich weniger krank, wird bei Verletzungen und Unfällen schneller wieder auf die Beine kommen, lebt nachweislich gesünder und länger.

 

Effekte des Wanderns (physisch gesehen)



Herz und Kreislauf:
Moderate und kontinuierliche Bewegung senkt vor allem das Risiko an Herz-Kreislauf-Störungen zu erkranken. Dabei stärkt wandern das Herz-Kreislauf-System und führt zu neurophysiologischen Verbesserungen (Verbesserungen der Funktionsweise des Nervensystems)

Bewegungsapparat:
Vor allem im Bereich der unteren Extremitäten werden Gelenke, Knochen, Sehnen und Bänder gestärkt. Das verringert das Verletzungsrisiko und trainiert die Haltemuskulatur des Körpers.

Immunsystem:
Regelmäßige Bewegung (vor allem im Freien) stärkt das Immunsystem und verringert das Risiko an Immunerkrankungen zu erkranken.

 

Effekte des Wanderns (psychisch gesehen) 


Stimmungslage:
Gerade nach den langen und dunklen Wintermonaten tut das Auftanken von Vitamin D gut. Doch nicht nur die Sonne tut unserer Seele gut. Langandauerndes Gehen verstärkt die Produktion körpereigener Hormone und Botenstoffe wie Serotonin und Dopamin. Das ist wiederum verbunden mit dem Gefühl des Wohlbefindens und Glücks und der Reduktion von negativen Stimmungen wie Trauer und Ärger.

Stress:
In so hektischen Zeiten wie diesen ist Stress meistens ein alltäglicher Begleiter. Wandern ist ein wahrer Stress-Killer. Studien haben gezeigt, dass nur das Ansehen eines Landschaftbildes den Puls und Blutdruck senkt und die Ausschüttung von Stresshormonen mindert. Draußen in der Natur verstärken sich natürlich diese Effekte.
Länger andauernde Bewegung ist ein tolles Mittel zum Stressabbau, weitere Effekte sind die Zunahme der Stressresistenz, eine Verbesserung der Stressbewältigung und die Reduzierung des Stresshormons Kortisol.

Wundermittel Wandern? Es schaut bewiesenermaßen so aus!
Rein in die Wanderschuhe und rauf auf dem Berg – unser Körper und unsere Seele wird es uns danken!

(c) TVB Saalbach